Die Volleyballabteilung des kürzlich 100 Jahre alt gewordenen FC Rot-Weiss Moers erlebt derzeit einen starken Zulauf. Dabei wurde die jüngste Abteilung des traditionsreichen Sportvereins erst 2023 ins Leben gerufen. Doch seitdem geht es für die Moerser Volleyballerinnen stetig bergauf. Sportbegeisterte Mädchen aus Kamp-Lintfort, Wesel, Dinslaken und Rheinberg wollen Teil des RWM werden. Der Andrang ist so groß, dass Abteilungsleiter Frederick Erkmann zwischenzeitlich sogar einen Aufnahmestopp verhängen musste.

Rot-Weiß Moers überzeugt mit starker Talentförderung

„Wir haben vor zwei Jahren mit 30 Leuten angefangen, seit Sommer werden wir mit Spielerinnen erschlagen. Schon für ein Probetraining haben wir 20 Spielerinnen auf der Warteliste“, berichtet Erkmann. Könnte der Lehrer an der Anne-Frank-Gesamtschule und an der Sekundarschule Alpen alle interessierten Mädchen annehmen, läge die Mitgliederzahl der Volleyballabteilung im dreistelligen Bereich. Der Mangel an Trainern schränkt das Wachstum des Vereins jedoch vorerst ein.

Die Volleyballerinnen von Rot-Weiß Moers freuen sich über einen Punktgewinn.
Die Volleyballerinnen von Rot-Weiß Moers freuen sich über einen Punktgewinn.© Frederick Erkmann | Frederick Erkmann

So attraktiv für junge Volleyballerinnen macht bei Rot-Weiß die Balance zwischen leistungsorientiertem Arbeiten und Anfängerfreundlichkeit. So feierte die U18 zuletzt in der Vorbereitung einen Turniersieg und bezwang im Finale die favorisierte U20-Mannschaft des TuS Baerl, die in der Oberliga an den Start geht. Der RWM nimmt jedoch nicht nur erfahrene Volleyballerinnen auf, sondern heißt, anders als andere Vereine im Umkreis, auch Anfänger willkommen. „Eine Spielerin nicht zu nehmen, nur weil man sie nicht sofort gebrauchen kann, ist der falsche Ansatz. Ganz viele haben bei uns bei Null angefangen, zeigten sofort Talent und spielten direkt in der U18 mit“, erklärt Erkmann.

Sinnbildlich für diese Förderung von Talenten steht U16-Spielerin Tajla: Die Moerserin ist erst seit wenigen Monaten Teil des Teams, hat sich jedoch bereits als Stammspielerinn etabliert und durfte schon Spielzeit in der Bezirksklasse bei den Frauen sammeln. Auch wer langfristig nicht auf hohem Niveau spielen kann, findet in den zwei Anfängergruppen des Vereins seinen Platz.

Volleyballerinnen des FC Rot-Weiß Moers auf Trainersuche

Um in Zukunft weiter wachsen, benötigt der FC Rot-Weiß jedoch dringend mehr Trainer. Aktuell leiten Frederick Erkmann und der ehemalige Bundesliga-Spieler Frank Trautmann gemeinsam die U16, U18, U20 und die Damenmannschaft. Die Kapitänin der Damen leitet die Anfängergruppe 2, darüber hinaus unterstützen zwei Elternteile die Jugendarbeit. Trotzdem muss Erkmann von seinen Spielerinnen eine hohe Trainingsbeteiligung einfordern, damit keine der raren Mitgliederplätze blockiert werden.

Das Engagement von eigenen Spielerinnen wird bei den Moersern stark gefördert. „Die Kosten der Trainerlizenz übernimmt der Verein, zusätzlich ist die Kapitänin unserer Damenmannschaft aufgrund ihres Engagements beitragsfrei“, wirbt Erkmann intern und extern für den Job als Trainer bei den Rot-Weißen.